SOKRATES VERLAG

 

SEPP HOLZER

 


 

SEPP HOLZER

 

Vortrag:

- Wüste oder Paradies? Holzer'sche Permakultur jetzt!

 

 

 

Sepp Holzer, geb. 1942, übernahm 1962 den elterlichen Hof. Die Anwendung seines agrarbezogenen Schulwissens führte zunächst zu schweren Rückschlägen bei der Bewirtschaftung des Anwesens. Folglich begann er, ausgehend von seinen viel erfolgreicheren Kindheitserfahrungen, eine pflegeleichte und naturnahe Anbaumethode zu entwickeln. Indem er die Vorgänge in der Natur genau beobachtete und in seiner Landwirtschaft nachahmte, erzielte er beachtliche Erfolge und schuf zwischen 1.100 und 1.500 Metern Seehöhe ein ‚Naturparadies’, in dem selbst Kiwis und Edelkastanien gedeihen. Als er darauf aufmerksam (gemacht) wurde, dass seine Methoden in einigen Aspekten dem Permakultur-Konzept ähnelt, nannte er seine Methode Holzer'sche Permakultur. Mit vielen innovativen Ideen, aber auch alten Methoden, wie Terrassenbau, Hügel- und Hochbeeten, dem Halten gefährdeter Nutztierrassen und dem Schutz bedrohter Alpen- und Kulturpflanzen, hat er die Holzer'sche Permakultur für den alpinen Bereich immer weiter entwickelt und dabei in vielen Bereichen erstaunliche Ergebnisse erzielen können. Eine prägende Erfahrung war die jahrelange Auseinandersetzung mit den Behörden, welche seine Form des Wirtschaftens aktiv behinderten. Seine Ideen standen in krassem Widerspruch zu den Empfehlungen und behördlichen Auflagen, und er ließ sich in viele langjährige Prozesse bis zu Höchstgerichten ein. 


Natur- und Umweltkatastrophen erschüttern die Erde und die Menschheit, jedes Jahr häufiger und extremer. Diese Katastrophen sind kein Schicksal, sondern das Ergebnis von krassen Fehlern in der Land- und Forstwirtschaft, im Wassermanagement, in Wissenschaft und Politik. Das natürliche Denken ist abhanden gekommen. Viele Katastrophen von morgen können heute verhindert bzw. in ihrer Wirkung gemildert werden: durch natürliches Denken und Eingreifen in Kooperation mit der Natur. Diese Eingriffe dürfen wir nicht nur den Politikern überlassen, jeder kann etwas tun: Ob als Lehrer, Bauern, Wissenschaftler, Hausfrauen oder Gärtner – wir können alle dazu beitragen, dass das natürliche Denken und Handeln wieder Anwendung findet.

 

 

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